Zurück zu den Anfängen!

Zunächst ein kurzer Abschnitt aus dem Buch „Geschichte des Breviers – Versuch einer quellenmäßigen Darstellung der Entwicklung des altkirchlichen und des römischen Officiums“ von P. Suitbert Bäumer, Benediktiner der Beuroner Congregation, 1895:

(…) Als die Welt noch heidnisch war, sagen wir, während der ersten drei oder reichlich vierthalb Jahrhunderte des Christenthums, sollte der Ungläubige, welcher den Versammlungsort der Christen betrat, die Werke Gottes in der Natur und in der Erwählung seines Volkes preisen hören. Sie wurden ihm allesamt wie in einer großen Thatsache vorgeführt, so daß er von dem Gedanken seiner Abhängigkeit von Gott und von seiner innigen Beziehung zu unserem Schöpfer und Vater und Herrn erfüllt, bis ins Innerste erfaßt und durchdrungen ward. Was er so lange vergebens gesucht, ward ihm hier auf einmal klar, sein Verhältniß zum Schöpfer und Erhalter aller Dinge und Lenker aller freien und unfreien Wesen. Dies war die große Lehre, welche die Kirche in jenen Tagen dem Herzen der Menschen vor allem einprägen mußte, wie Paulus in seiner Predigt auf dem Areopag zu Athen gezeigt.                                                                                                                               Sobald aber die Kirche die Welt überwunden hatte und als universelle Lehrerin anerkannt war, die Völker des Römerreiches christlich geworden, da reflectirte der christliche Geist ruhiger über die Werke Gottes und wies jeder einzelnen der göttlichen Großthaten ihren besonderen Platz an, suchte eine jede derselben zur feierlichen Erinnerung zu bringen. (…)

Nun ist es in dieser Zeit ja so, dass die Kirche weder als „universelle Lehrerin“ anerkannt ist, geschweige denn überhaupt Lehrerin sein will, wie die modernistischen Bischöfe und Priester bis hin zum Heiligen Vater nicht müde werden zu betonen. Auch hier sollte die Kirche wieder zurück zu ihren Anfängen finden und lehren statt zu diskutieren!

Denn: Eine Kirche, welche nicht lehrt, taugt nichts. Eine Kirche, die ihrem modernistischen Selbstverständnis nach mit allen anderen auf der Suche nach der Wahrheit ist, ist überflüssig!

Desweiteren leben wir im „christlichen“ Abendland derzeit im Zeitalter des religiösen Analphabetismus, bzw. schlimmer noch, der religösen Abstinenz. Auch hier sollte die Kirche, statt zu lamentieren, wieder zurück zu den Anfängen, so das der Mensch auch heute wieder „von dem Gedanken seiner Abhängigkeit von Gott und von seiner innigen Beziehung zu unserem Schöpfer und Vater und Herrn erfüllt, bis ins Innerste erfaßt und durchdrungen“ wird!

Also: Zurück zu den Anfängen!

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